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Mittwoch, 16.5.2018 17:23 Uhr

Sicherheit/Hochwasser/Wallner/Gantner

Informationsoffensive für mehr Sicherheit bei Rhein-Hochwasser

Broschüre als praktischer Ratgeber bei Rheinhochwasser geht an alle Haushalte der Rheinanliegergemeinden

Lustenau (VLK) – Im Falle eines Hochwassereignisses ist schnelles Handeln gefragt: sollten die Dämme am Rhein brechen, ist eine Evakuierung von Teilen des Rheintals erforderlich. Diese Evakuierung kann nur dann gelingen, wenn alle Einsatzorganisationen an einem Strang ziehen – und wenn die Bevölkerung entsprechend informiert ist und weiß, was im Notfall zu tun ist. Deswegen haben Land Vorarlberg und die elf Rheinanliegergemeinden eine Informationsbroschüre entwickelt, die das richtige Verhalten im Extremfall beschreibt, informierten Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Christian Gantner heute (Mittwoch) in einem Pressegespräch bei der Rheinbauleitung in Lustenau.

LH Markus Wallner . LR Christian Gantner . Bgm. Kurt Fischer . Markus Mähr . Informationsoffensive für mehr Sicherheit bei Rhein-Hochwasser .

In den nächsten Tagen wird diese Broschüre an alle Haushalte der Rheinanlieger-Gemeinden versendet werden. „Es ist wichtig, dass wir uns auf diesen Ernstfall entsprechend vorbereiten, denn das Schadenspotenzial, das der Rhein etwa bei einem 300-jährigen Hochwasser verursachen kann, ist enorm“, betonte Wallner. Deswegen starten Land, die Bezirkshauptmannschaften Feldkirch, Dornbirn und Bregenz sowie die betroffenen Gemeinden Gaißau, Höchst, Fußach, Hard, Lustenau, Hohenems, Altach, Götzis, Mäder, Koblach und Meiningen eine Informationsoffensive. „Ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich der Gefahr, eine rechtzeitige Vorsorge und ein richtiges Verhalten im Extremfall können helfen, die Gefahr so gering wie möglich zu halten. Mit diesem praktischen Ratgeber wollen wir wichtige Informationen auf einen Blick bereitstellen“, erklärte Landesrat Gantner. Neben der Broschüre „Für unsere Sicherheit bei Rheinhochwasser“, die an alle 80.000 Haushalte geht, wurden weitere Informationskanäle für die Bevölkerung eingerichtet. Außerdem soll in einer großen Rheinhochwasserübung am 22. und 23. Juni 2018 u.a. die Information an die Medien und die Bevölkerung erprobt werden.

Überflutungschecker – Gefahr auf einen Blick

Die Landeswarnzentrale hat für Katastrophenfälle außerdem eine eigene Website eingerichtet (www.vorarlberg.at/warnung), die im Notfall alle wichtigen Informationen auf einen Blick bietet. Wie hoch einzelne Häuser und bestimmte Punkte im Rheintal bei einem Dammbruch überflutet wären, ist ebenfalls auf der Internetseite ersichtlich. Ein eigens entwickelter Überflutungschecker berechnet für jede Adresse in den elf Rheinanliegergemeinden, wie hoch das Wasser bei verschiedenen Hochwasserszenarien stehen würde. Der Hochwasserchecker zeigt auch an, in welcher Evakuierungszone sich das abgefragte Objekt befindet.

Neu sind auch die Social Media Kanäle, mit denen das Land direkt mit der Bevölkerung kommunizieren kann. Auch die Gemeinden informieren auf ihren Websites und Social-Media-Auftritten.

Mit der App „Katwarn“ steht eine Möglichkeit zur schnellen und direkten Warnung und Alarmierung der Bevölkerung in Krisen- und Katastrophensituationen zur Verfügung. Auch im Hochwasserfall werden die Nutzerinnen und Nutzer persönlich gewarnt. Sie erhalten gesicherte Informationen der Katastrophenschutzbehörden direkt auf ihr Handy.

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